In diversen Zeitungen wird gerade heiß über diesen Antrag A01: Ablehnung des Zionismus diskutiert, also eine Richtigstellung:
**Dies ist ein völlig anderer Antrag als er anfangs eingereicht wurde.** Einige Zeitungen hatten schon Berichte fertiggeschrieben anhand einer Fassung dieses Antrags so wie er noch Sonntagmorgen vorlag. So funktionieren Parteitage aber nicht, denn dieser Wurde in jedem Satz noch verändert. Was z.B. die Jüdische Allgemeine zitiert ist ein Antrag wie er einfach nie behandelt wurde.
Ich verzeihe ihnen jedoch, denn der Prozess war etwas kompliziert:
Am 14. Februar 2026 reichte Ich einen Antrag ein mit dem Titel „Ablehnung des Zionismus”, dessen Inhalt kann Ich demnächst gerne posten, aber er ist vollkommen irrelevant da dieser nie behandelt wurde.
Schon zuvor wurde er aus einer Rohfassung in Absprache mit unseren Landesvorsitzenden Thorben Peters überarbeitet, doch im folgenden Monat bis zum Landesparteitag wurde dieser Antrag wiederholt verändert.
Ich bin vielleicht die ideologische Wurzel dieses Antrags, Antragsteller:innen waren jedoch von vornherein ein dutzend Deligierte, der gesamte Landesverband der Linksjugend ['solid] Niedersachsen, die Antikapitalistische Linke Niedersachsen (eine Strömung) und diverse Basisgruppen (BGs) und Arbeitsgruppen (AGs).
Am 14. März haben wir uns gemeinsam entschlossen einen Änderungsantrag zu übernehmen (A-01-Ä02) welcher einige Formulierungen im Antrag ändert. Das ist wahrscheinlich die „leichte Änderung” von der auch die jüdische Allgemeine spricht. Doof aber, das auch diese abgewandelte Version nie behandelt wurde.
Am 15. März haben wir uns gemeinsam entschlossen einen Änderungsantrag vom geschäftsführenden Landesvorstand (*Vorsitzende, Geschäftsführer:innen, und deren Stellvertretung*) zu übernehmen, welcher jedoch jedes Wort änderte. Es handelt sich um einen sogenannten Ersetzungsantrag. Dieser wurde schlussendlich behandelt am selben Tag und darüber wurde abgestimmt.
Das heißt die Antragsteller:innen für diesen Antrag war nicht nur die gesamte Linksjugend ['solid] Niedersachsen, sondern auch breite Teile des Landesvorstands, inkludierend des vollständigen geschäftsführenden Landesvorstands.
Das so ein Antrag welcher als Kompromisslösung von allen getragen werden kann behandelt wurde und ⅔ der Stimmen bekommt ist klar. Schade nur das keine Zeitung den Prozess verstanden hat und alles was am letzten Tag geschehen ist ausblendet. Die Artikel waren bereits geschrieben und ignorierten die gemeinsame Fassung des Antrags vollständig. In der Jüdischen Allgemeine wird auch ein Bild des Antrags eingefügt der nur meinen Namen als Antragsteller trägt, auch diese Version wird der Realität nicht gerecht.
Ich bitte euch daher: Lest worum es geht, die Ideologie des modernen Zionismus anhand von realpolitischer Umstände zu kritisieren ist und bleibt wichtig.