Ja, um das mal wieder aufzufieseln: es gibt "Primärquellen" (Goethes Faust), "Sekundärquellen" (Rezension von "Goethes Faust" in den neuen Weimarer Blättern) und "Tertiärquellen" (Enzyklopädieartikel in der Encyklopaedica Britannica, im Brockhaus oder der Wikipedia). Enzyklopädien werden von Wissenschaftltern verwendet, um sich einen schnellen Überblick über ein für den Wissenschaftler noch unbekanntes Fachgebiet oder über die Person eines anderen Wissenschaftlers zu verschaffen. In der Wissenschaft selbst kommen Enzyklopädien aber nur vor, wenn sie selbst der Gegenstand der Forschung sind. In Wikipedia gibt es nur einen Artikel, wenn es zum Thema auch Sekundärliteratur gibt. Primärliteratur kann in Wikipedia ganz vereinzelt als zitat auftauchen (originaltext der gretchenfrage zur veranschaulichung des abschnitts über die gretchenfrage).
Dass die Autoren und Autorinnen von Wikipedia anonym sind, ist die besondere Stärke von Wikipedia. Niemand kommt so in gefahr etwas zu glauben, nur weil ein großer name es gesagt hat. Auch ist es ein schutz für die mitmachenden: bei der bearbeitung von "igitt"-themen (paraphilien), vor ausübung von druck. Artikel über diktaturen werden so überhaupt erst möglich.
Was die LLMs betrifft: zu den "Lerndaten" aller LLMs gehört der gesamtinhalt aller wikipedien. Wer also Wikipedia nicht traut, sollte den LLMs doppelt und dreifach nicht glauben.