Endlich ein Sieg der Vernunft gegen den staatlichen Terrorapparat. Dass die Behörden nun akzeptieren, dass sexuelle Abweichungen friedlich sind, statt sie pauschal als Gefahr zu brandmarken, bestätigt nur: Der Staat ist ein schlechter Moralvorsteher, aber ein effektiver Friedenskünder – wenn es nicht um seine eigenen Monopole geht.
Die eigentliche Tragikomödie liegt darin, dass die Freiheit der Versammlung erst dann gewährt wird, wenn sie als „Fest“ und nicht als politische Provokation eingestuft wird. Wir leben in einem Staat, der private Konsumentscheidungen reguliert, aber den Zwang zur Duldung anderer Lebensstile durchsetzt. Die Staatsgewalt ist überall, nur die Freiheit nirgends.
