Timogenes on Nostr: Heile Welt - Mehr als alles Leid der Welt, schmerzt Einsamkeit das meine Herz. ...
Heile Welt
-
Mehr als alles Leid der Welt, schmerzt Einsamkeit das meine Herz.
Niemand dort, zu dem ich kann, der mich erfahren, mich erkannt!
Wie ist die volle Welt so leer, versinkt ein Tropf' im vollen Meer?
-
Schneeflöckchen, Du bist wie Keiner, Milliardste Flocke, jede einsam.
Einzigartig, was ein Fluch! Schon Eins zu sein, wär’ gut genug!
Ein Ozean, ein Himmel, ein Regen, ein Leben, ein Wesen, ein Nebel.
-
Oh, warte doch, war's nicht mein Leiden, dass eins sein, unter meinesgleichen?
Ein Tropfen zwar, doch nicht der Teich, ein Menschenkind, allein im Sein.
Unfug, daß ist es nicht. Allein zu seien, schrickt mich nicht, ist nicht, was sticht.
-
Sie sind alle da, ich seh’ sie leben, fühl’ sie lachen, hör’ sie reden.
In mir vollzieht sich da die Wendung: Je mehr ich spür’, je mehr Entfremdung.
Mit jeder Gemeinsamkeit verdreht sich es- das Verständnis meiner Spezies.
-
Ja, vielleicht, ist der Vergleich das Übel? Wir sind fast gleich- ist keine Lüge!
Dann womöglich Unterschiede! Was nennt man schön, wie denkt man Liebe?
was versteht man unter Spaß’, was unter Hass?-
Und was macht uns bloß unzufrieden?
-
Noch immer stoß ich mich an der Welt und ecke an. Sind' also schon' noch welche’ dran!
Wasserflecken stammen von Schneeflocken und haben Eiszacken- Blick vom Tellerrand.
Geheimnisse finden, Gedanken versinken, Gefahren ertrinken- Sprung vom Beckenrand.
-
Trennen tut das Wertsystem,
gut und besser- schlecht und schäm'en.
Geformt Verhalten und Benehmen, keinem geben, selbst es nehmen'.
Ungerecht und Doppelzüngig: Entlarvt Betrüger schnell und gründlich.
-
Menschen führ'n dieselben Kämpfe,
mit sich selbst nach ihren Kräften.
Doch manche gibt's, die maßen sich, ein Maße an, das andre' bricht.
Sie selber kämpfen nicht für sich, bewirken bloß, was Dritte trifft.
-
Gut versteckt, den Hass verborgen, hinter wahren, sanften Worten.
Wie leicht für den, der Feinde malt’, der geht erheitert durch den Tag.
In seiner eig'nen Logik schlägst' ihn nicht, er ist ein feiger Taugenichts.
-
Er redet gern bedeutungsstark, so erreicht er den Enthauptungschlag.
Ganz einfach weil er Beute mag, bereut er nichts, daß faule Aas.
Woran denn bloß erkennt man ihn?
Er fordert Kampf, doch geht nicht hin!
-
Ein wahrer Freund, ein lieber Mensch,
will nicht das wer anders brennt!
Wird nichts verlangen je von dir, zu dem du nicht imstande bist, gar’, daran stirbst!
Kein Volk, kein Land ist je sein Feind, im Herzen sind die Menschen gleich!
-
Klagt er an, so für das Wahre, darum gibt's keine Todesstrafe.
Doch wenn der Feind bewaffnet ist, wagt ängstlich Mund oft Sprache nicht,
ein wahrer Feind hätt' abgedrückt. Ein freier Mensch wär' abgerückt. Der wahre Mensch durch Taten spricht!
-
So ist es doch das Paradoxe: Wer hat denn bloß zuerst geschossen? Das ist leider kein Scherz, Genosse.
Frieden wird vom Volk geschmiedet, nur gemeinsam stark für Frieden!
Am Krieg verdienen nie die Vielen und bloß die Feigsten, lassen schießen. Getäuschtem' Schützen sei's verziehen.
-
Die Aufwiegler, ihr Dummen, die ihr leise buckelt, verziehen sei euch der Betrug nicht.
Die Taten bös’, doch's Volk verzeiht,
denn das vermag kein Mensch allein!
Im Völkerbund wird Krieg beendet,
es wollen wir uns Frieden schenken!
-
Die Tyrannen, Friedensfeinde, verschwanden nie von ganz alleine!
Wird einmal ihre Macht zu groß, so lassen sie nie wieder los.
Es ist der Völker ewig' Pflicht, zusammen zu tun, was einzeln bricht.
-
Empört euch Volk, lasst's Herz erstarken!
Es im Klang der Wunder Funken schlagen!
Die heilig Liebe schenkt uns Tod und Leben,
die göttlich Gnade, Fluch und Segen!
Der Freude' Ode schwellt die Brust,
Hat's Reich der Seele aufgesperrt ,
Das Licht in uns ist heimgekehrt.
~
Timogenes
Published at
2026-08-11 15:11:32 UTCEvent JSON
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