Vorlieben in der FotografieEs ist nicht immer ein bestimmtes Genre, das uns reizt. Vielleicht auch. Aber oft nicht nur.
Für mich nimmt die Landschaftsfotografie einen großen Bereich ein. Aber es existiert noch mehr. Ich mache Street genauso wie die klassische Reisefotografie, aber auch Portraits. Selbst vor dem Thema Produktfotografie schrecke ich nicht zurück.
Unabhängig des Genres wiederholen sich aber Elemente in den eigenen Fotos. Nicht immer ist man sich dessen bewusst und muss manchmal darauf hingestoßen werden.
In meinem Fall war dies so. In einem Gespräch ging es um bevorzugte Motive bzw. Elemente, die sich in den Fotos wiederfinden sollten. Ohne, dass es mir allzu bewusst gewesen wäre, erwähnte ich das Element Wasser. Ansatzlos kam das Feedback, ich sei einfach der Wassertyp.##
Analyse der eigenen FotosIch nahm diese Aussage zum Anlass, meine liebsten Fotos zu analysieren. Ich nehme bewusst nicht meine besten Fotos (das müssen ohnehin andere bewerten), sondern tatsächlich meine liebsten. Egal aus welchem Genre.
In der Tat befindet sich auf sehr vielen meiner liebsten Fotos das Element Wasser. Die nachfolgenden Beispiele zeigen Fotos aus Städten, weit weg von Landschaftsfotografie.
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)Izola[](
)Luzern[](
)Prag[](
)Padova zur blauen StundeEs ist unglaublich, wieviele meiner Fotos tatsächlich das Element Wasser enthalten. [](
)Bäume spiegeln sich im WasserDie schönste Kombination besteht für mich aus Wasser und Bergen. Das fällt mir durchwegs auf und bei diesen Fotos geht mir auch immer wieder das Herz auf. Regelmäßige Besucher:innen meiner Website wissen: Ich wandere gerne. Berge sind daher keine große Überraschung. Aber sobald ein See oder dergleichen mit dabei ist, hat das Foto sofort wesentlich mehr Charakter.[](
)Bad Aussee und Dachstein[](
)Lago di FusineDabei muss das Foto nicht immer so klischeehaft ausfallen, wie die beiden oberen Fotos. Aber auch bei Wanderungen entscheide ich mich eher für Routen, die mich an Wasser vorbei führen.[](
)Winterleitensee und Kreiskogel## Was sagt das jetzt aus?Reflektion ist ein wichtiger Bestandteil der Fotografie. Manche finden ihre Nische sofort, manche brauchen einfach länger.
Für mich scheint Wasser (und ich fühle es auch tatsächlich) eine besondere Magie auszuüben. Ich denke, man sieht das auch in meinen Fotos.
> Sei dir deiner Vorlieben/Stärken bewusst!
Die Konzentration auf eigene Stärken und Vorlieben bereitet nicht nur besonders viel Spaß, sondern schafft auch bessere, wenn nicht gar besondere Ergebnisse.
Für mich ist es Wasser, für dich etwas ganz anderes. Und das ist auch gut so. Wann immer du dich zu etwas besonders hingezogen fühlst, kann es deine Fotografie bereichern, oder zu deinem Markenzeichen werden.##
FazitEs zahlt sich aus, sich die eigenen Fotos genauer anzusehen und auf sich wiederholende Muster zu prüfen. Manchmal befinden sich immer wieder – unbewusst – dieselben Elemente auf Fotos. Das ist nicht nur einer Serie zuträglich, sondern sagt auch durchaus einiges über die eigene Fotografie aus. Manchmal bedarf es dazu auch Einschätzungen von Freund:innen, bekannten Fotograf:innen oder anderen wichtigen Menschen. Jedenfalls ist es gut zu wissen, was motiviert und beflügelt.