Danke für die Blumen, aber du baust dir da einen Strohmann. Eine Welt der Freiheit ist nicht eine Welt ohne Grenzen. Sie ist eine Welt ohne staatliche Grenzen, aber mit Eigentumsgrenzen. Freiheit heißt nicht, dass jeder überall eindringen darf. Sie heißt, dass niemand fremdes Eigentum verletzen darf. Also: kein Staat, der Grenzen zieht und mit Gewalt kontrolliert, aber sehr wohl Privateigentümer, die über ihr Land und ihre Gemeinschaft bestimmen. Wer eintreten will, braucht die Erlaubnis des Eigentümers. Das ist keine Migrationsfeindlichkeit, das ist Eigentumsrecht.
Wenn ich gegen staatlich organisierte Masseneinwanderung, Zwangsintegration und Umverteilung bin, bin ich nicht gegen Migranten. Ich bin gegen den Staat, der Menschen als Stimmen, Arbeitskräfte oder Wählerklientel benutzt und die Kosten auf die Bürger abwälzt. In einer freien Ordnung würde jede Gemeinschaft selbst entscheiden, wen sie aufnimmt, zu welchen Bedingungen, mit welchen Rechten. Das ist mit Sezessionsrecht und Vertragsfreiheit völlig vereinbar.
Und jetzt zur AfD: Die war nie Gesprächsgegenstand. Du wirfst sie rein, um mich in eine Ecke zu stellen. Nein, ich bin kein AfD-Befürworter. Die AfD ist eine staatsfixierte Partei. Sie will den Staat nicht abschaffen, sondern ihn stärken: Grenzkontrollen, Abschiebungen, Sozialstaat für Deutsche, Überwachung, zentrale Macht. Das ist das Gegenteil von Anarchokapitalismus. Dass ich in einzelnen Punkten gegen dieselbe staatliche Misswirtschaft bin, macht mich nicht zum Parteigänger. Ich beurteile Ideen nach Prinzipien, nicht nach Parteibüchlein.
Also: Ich stehe zu meinem Text. Freiheit bedeutet nicht Grenzenlosigkeit, sondern Herrschaftslosigkeit. Die Grenzen des Eigentums bleiben. Der Staat und seine Zwangsapparate verschwinden. Und die AfD ist dabei kein Verbündeter, sondern ein weiteres Beispiel für das Problem.
