Hallo Internet, geehrte Denkende,
wer Missstände aufdeckt, legt sich oft mit mächtigen Gegnern an. Immer wieder setzen diese auf sogenannte „SLAPP“-Klagen, um Kritiker:innen mundtot zu machen. Diese Klagen haben vor allem ein Ziel: Einschüchtern, finanziell zermürben und unbequeme Kritik aus dem Weg räumen. Betroffen sind nicht nur Umweltschutzorganisationen, sondern auch Aktivist:innen, Journalist:innen, Wissenschaftler:innen und Gewerkschaften.
Auch wir beim Umweltinstitut mussten das erleben. Als wir vor einigen Jahren den gefährlichen Pestizideinsatz in den Südtiroler Apfelplantagen öffentlich kritisierten, hagelte es Anzeigen: Ein hochrangiger Südtiroler Politiker und über 1300 Landwirt:innen zerrten uns vor Gericht. Fünf Jahre lang raubte uns der sogenannte Pestizidprozess Zeit, Kraft und Geld – ein Paradebeispiel dafür, wie mit SLAPPs versucht wird, unbequeme Stimmen zum Schweigen zu bringen.
→ https://umweltinstitut.org/welt-und-handel/meldungen/justizministerin-plant-gesetz-gegen-einschuechterungsklagen/?tw_cid=95
Herzliche Grüße
Ihre #VeronikaFeicht
Referentin für SLAPPs