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2026-06-24 17:52:01 UTC

arottmann on Nostr: ...

Eine wirkliche Großstörung hat ganz Deutschland, und die nun schon seit Jahren. Sozusagen ein landesweites Stuttgart 21, nur schlimmer. Verkehrsstopp wegen eines technischen Defekts, lächerlich, im Vergleich zum Gesamtdefekt. Wahrscheinlich hat die DB nur über Nacht auf Sonnenenergie umstellen wollen, weil der Nachttarif günstiger ist, und festgestellt, da kommt ja gar nichts.

Da wird auch klar, warum es in der am stärksten niedergehenden Wirtschaftsmacht immer noch Funklöcher gibt, die Downloadgeschwindigkeit in ländlichen Gegenden deshalb so gering ist, weil sie noch mit Eimern ins Dorf getragen wird, wo sie dann in den ehemaligen Dorfbrunnen geschüttet wird, der dann die umliegenden Haushalte versorgt.

Das erklärt auch, warum es zwar in entlegenen, unterentwickelten, italienischen Bergdörfern Glasfaserkabel-Anschluss gibt, aber im Hochtechnologie-Deutschland noch lange nicht. Da sind ja tausende von Kilometern Kabel in dem unterirdischen Bahnhof verlegt worden, zwar falsch, aber immerhin, die fehlen natürlich woanders. Das einzig Gute an diesem Loch-Bahnhof ist, dass man ihn relativ schnell einfach wieder zuschütten kann und darauf dann den alten Bahnhof rekonstruieren. Stuttgart soll wieder den nostalgisch-konventionellsten Bahnhof in ganz Europa bekommen.

Die Stellwerke arbeiten mit unterschiedlichen Techniken, die nicht miteinander kompatibel sind. Aber von den Bundesländern redet keiner. Und die Weichensteller in den Bundesländern haben so viel Ahnung davon, die richtigen Weichen zu stellen, wie die erste Dampflokomotive von einem Hochgeschwindigkeitstriebwagen. Dafür herrscht aber in der Berliner Zentrale der Großstörung emsiges Treiben, man braucht mehr Bürokratie und Institutionen, um herauszufinden, wie es auf den unterschiedlichsten Wegen auch nicht geht. Viele sind immer noch der Meinung, vom schnellen Denken bekommt man eine Gehirnerschütterung, wie damals die ersten Passagiere auf ihrer Fahrt von Nürnberg nach Fürth.

Immerhin hat man erkannt, dass das deutsche Schienennetz dringend überholt werden muss. Mithilfe von Haltungsjournalismus und Journalismus-Simulanten in der Presse und dem öffentlich-schlechten Rundfunk will man die freie Meinung der Deutschen auf die richtigen Gleise setzen, damit die Bahnhofsvorsteher schön so weitermachen können, wie bisher. Nebengleise oder Ausweichstrecken werden stillgelegt, wo immer es geht.

Was ist der Abfahrtsvorschlagsplan der DB für ein mickriges Machwerk gegen die Reform-Absichtserklärungen der besten Zugpferde, die Deutschland je hatte?

Die Bahn steht für ein paar Stunden, wie lange steht ganz Deutschland schon?

Regelmäßig kommt die Dampflokomotive -Marke Selenskyj- vorbei, tankt frisches Wasser, damit sie weiter mit Volldampf gen Russland fahren kann. Zu Anfang hat Deutschland nur mit Wäschesprengern ausgeholfen, jetzt liefert es ganze Berieselungsanlagen, deren Einzelteile auch noch in Deutschland hergestellt werden. Ein wichtiger Beitrag zum internationalen Kriegsverkehr. Dafür sind ganze Truppen in Bewegung. Die Kohle muss rollen!

Bahnmitarbeiter, die längst in Pension sind, sollen aus dem Ruhestand herausgeholt werden. Wenn sich nicht genug Freiwillige melden, werden sie zwangsentrentet. Die Bahn geht in Schulen und wirbt dafür, in die Reichsbahntruppe einzusteigen. Schaffnerkellen und Entwerterzangen werden derzeit schon von Rheinmetall in Massen produziert.

Vollkommen inkompetente und geistig umnachtete Lokführer fahren mit Volldampf auf einen Berg zu, und merken nicht, dass der Eingang des Tunnels nur aufgemalt ist.

Den Sauerländer Bahnwärter kümmert es wenig, der hat ja zwei eigene Flugzeuge, der muss nicht mit der Bahn fahren.

Vielleicht sollte die Deutsche Bahn statt kriegstüchtig, erst mal wieder fahrtüchtig gemacht werden?

Man wundert sich darüber, dass man von Hamburg nicht in München ankommt, obwohl alle Gleise unter der Leitung der Bahnchefs NATO von West nach Ost gelegt werden.

Die oberste Reichsbahnführerin in Brüssel ersinnt inzwischen schon den 21. Fahrplan, der genau so wenig funktionieren wird, wie alle russischen Fahrpläne zuvor. Statt dass der Bahnverkehr in Russland zum Erliegen kommt, bleiben in Deutschland die Lokomotiven der Wirtschaft stehen.

Und der Deutsche ist faul. Setzt er sich doch einfach in ein Abteil und will sich herumkutschieren lassen. Soll er sich doch eine Draisine besorgen und mal ein bisschen mehr anstrengen, dass er von A nach B kommt.

Am schlimmsten ist jedoch die Großstörung in den Schaltzentralen der Stationsvorsteher oberhalb ihrer Hälse. Da hat sich Rost angesetzt, der längst schon in Schienenfraß übergegangen ist.

So können sie auch behaupten, dass es trotz Schwierigkeiten, langsam weitergeht, dass man auf einem guten Weg ist, immer das Ziel vor Augen, während sie gar nicht mitbekommen, dass fleißige Helferlein und speichelleckende Ja-Sager Kulissenwände an den Fenstern der Waggons vorbeischieben.

Auf manchen Strecken läuft noch was, aber nur, weil sich die 1. Klasse-Wagen schon längst von den 2. Klasse-Wagen abgekoppelt haben und ihre eigenen Schienenwege gehen. Darin sitzen diejenigen, die überlegen, die Holzklasse auch wieder einzuführen. Mein Hintern sitzt ja gut gepolstert.

In den Ringlockschuppen werden die Triebwagen von freier Wirtschaftsfahrt auf Fahrt nach Kriegsplan umgesetzt, während viel zu viele Fahrgäste immer noch nur Bahnhof verstehen. Den Windzug im Bahnhof, nach schneller Durchfahrt eines Zuges Richtung Ostfront, erleben sie als kühle Brise an heißen Sommertagen.

Statt dafür zu sorgen, dass die Nicht-Migranten sicher von A nach B kommen, werden diejenigen, die eine Fahrkarte haben, dreimal so oft kontrolliert, während man den anderen das Schwarzfahren verzeiht, weil sie ja aus Kriegsgebieten kommen und traumatisiert sind. Woher sollen die wissen, dass man vor Fahrtantritt eine Fahrkarte zieht?

Man überlegt, ob man auf den Dächern der Waggons Fotovoltaik-Paneele installiert und einen Tag- und Nacht-Fahrplan aufstellen sollte. Nachts sollen dann die Triebwagen mit Wind angetrieben werden, der kann ja durchaus auch wehen, wenn die Sonne nicht scheint. Immerhin scheint da die Erkenntnis schon einmal durch, dass es möglicherweise nachts dunkel sein könnte. Heutzutage muss man bescheiden werden und sich auch schon über solche kleinen Erkenntnisse herzlich freuen können.

Die kleine, temporäre Großstörung der DB ist nun wirklich Pipifax im Vergleich zu der wirklichen und anhaltenden Großstörung, die in den Köpfen derjenigen vorliegt, die einen soliden Fahrplan erstellen wollen, jedoch ein Schnittmuster für eine Soldatenuniform dabei herauskommt.

Für Deutschland kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, der Zug ist abgefahren, und inzwischen sieht man noch nicht einmal mehr die roten Rücklichter.

Vermutlich aufgrund hellseherischer Fähigkeiten besang Christian Anders in den 70-er Jahren bereits den heutigen Zustand der Großstörung Deutschland: „Es fährt ein Zug nach Nirgenwo“.

https://www.youtube.com/watch?v=NFNtPyvvXBI&list=RDNFNtPyvvXBI&start_radio=1

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

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(Bild von pixabay)